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Mit eigener Energie auf die Straße: AVG Köln nimmt E-Ladepark und drei E-Lkw in Betrieb

8. September 2026

Köln. Die AVG Köln startet in die batteriebetriebene Logistik: An dem heute offiziell eröffneten E-Ladepark beziehen nun die ersten drei neuen firmeneigenen E-Lkw ihren Strom. Ihr Auftrag ist es, die bei der Abfallverbrennung entstehenden Rostaschen zur Aufbereitungsanlage in Erftstadt-Liblar zu transportieren. In einem ersten Schritt ergänzen sie den dieselbetriebenen Schwerlastverkehr. Vorgesehen ist, in den kommenden Jahren insgesamt neun Nutzfahrzeuge auf der etwa 30 Kilometer langen Strecke Köln - Erftstadt einzusetzen.

Martin Garth, Sprecher der Geschäftsführung der AVG Köln, betonte anlässlich der feierlichen Inbetriebnahme: „Aus Abfall wird Energie – und aus dieser Energie wird Mobilität. Viel anschaulicher kann man kaum zeigen, was moderne Kreislauf- und Energiewirtschaft heute bedeutet. Mit unserer Ladeinfrastruktur und den ersten drei E-Lkw verbinden wir Energieerzeugung und Logistik zu einem konkreten betrieblichen Konzept."

Das von der AVG Köln realisierte Projekt hat ein Gesamtvolumen von 2,6 Millionen Euro. Es wurde im Rahmen der „Richtlinie Elektromobilität" mit insgesamt 87.000 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

Ladepark mit Strom aus eigener Erzeugung

Auf dem rund 3 000 Quadratmeter großen Areal an der Geestemünder Straße 23 in Köln-Niehl entstand in den vergangenen Monaten eine E-Ladeinfrastruktur mit neun Ladesäulen und zehn Ladepunkten für E-Lkw. Geladen werden kann an einer der sechs Ladesäulen, die eine Ladeleistung von 160 kW haben, an zwei Ladepunkten mit 240 kW oder an zwei sogenannten Hyperchargern mit je 400 kW. An diesen beiden Säulen können die Batterien innerhalb von 30 bis 45 Minuten bis zu 80 Prozent geladen werden. Die Stromversorgung der Ladesäulen erfolgt über die direkte Anbindung an das Kraftwerk der AVG Köln. Somit kommt die gesamte für den Fahrbetrieb benötigte Strommenge aus der Restmüllverbrennungsanlage. Über Nacht wird der Ladepark für die Sattelschlepper dann Parkplatz und Tankstelle in einem.

Die Ladepunkte stehen den Lkw der AVG-Gruppe sowie Kunden bei der Anlieferung zur Restmüllverbrennungsanlage zur Verfügung. Auch beim Bau der Ladeinfrastruktur setzte die AVG Köln auf Kreislaufwirtschaft: Rund 2 500 Tonnen gütegesicherte Recyclingbaustoffe aus der Rostaschenaufbereitungsanlage ersetzten Primärbaustoffe.

Viktor Haase, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, würdigte das Projekt: „Eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur ist ein Schlüssel für einen erfolgreichen Umstieg auf klimafreundliche Mobilität. Projekte wie dieses setzen wichtige Impulse für Nordrhein-Westfalen, treiben die Elektrifizierung von Fahrzeugflotten voran und ebnen den Weg für eine emissionsfreie Logistik von morgen."

Drei E-Lkw für den Rostaschetransport

Für die Rostaschetransporte startet die AVG Köln mit drei eActros 400. Als erste Fahrzeuge von Daimler Trucks verfügen die eActros 400 der zweiten Modellgeneration mit ProCabin über einen ab Werk integrierten mechanischen Nebenantrieb (mPTO). Dieser macht den Kippsatteleinsatz möglich. Die Fahrzeuge sind mit zwei Batteriepaketen mit jeweils 207 kWh ausgestattet. Diese bieten eine installierte Gesamtkapazität von 414 kWh. Die Batterien basieren auf der Lithium-Eisenphosphat-Zelltechnologie (LFP) und zeichnen sich durch eine hohe Lebensdauer aus.

Perspektivisch rund 550 Tonnen weniger CO₂ pro Jahr

Wenn zukünftig neun E-Lkw den Transport der Rostaschen übernehmen, beträgt der tägliche Strombedarf der Flotte ca. 3 000 kWh – das entspricht dem Jahresstromverbrauch einer dreiköpfigen Familie. Nach Berechnungen der AVG Köln können so rund 550 Tonnen CO₂ pro Jahr gegenüber dem bisherigen Transport mit Diesel-Lkw eingespart werden. Gleichzeitig entfallen beim elektrischen Fahrbetrieb die lokalen Abgasemissionen der bislang eingesetzten Diesel-Lkw. Ebenso können die Lärmemissionen durch den Einsatz der E-Lkw reduziert werden.

William Wolfgramm, Beigeordneter für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften der Stadt Köln, hob anlässlich der Inbetriebnahme hervor: „Die Stadtverwaltung und die städtischen Beteiligungen haben ambitionierte Klimaschutzziele. Hier gilt es, neben langfristigen Strategien auch praktische Maßnahmen umzusetzen, die im alltäglichen Betrieb konkret Wirkung entfalten. Der Umstieg auf alternative Antriebe bei der AVG Köln ist dafür ein gutes Beispiel. Es zeigt, dass Klimaschutz Schritt für Schritt vor Ort umgesetzt werden kann."

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Mit eigener Energie auf die Straße: AVG Köln nimmt E-Ladepark und drei E-Lkw in Betrieb

Pressemitteilung vom 8. September 2026

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